“Es wurde festgestellt, dass die Einschränkung von Verhaltensweisen, insbesondere von Verhaltensweisen, die von einer Spezies hoch geschätzt werden, zu verhaltensbezogenen und physiologischen Manifestationen von Stress beiträgt.”

Lauren A. Leotti, Forscherin im Bereich kognitive Neurowissenschaften an der Rutgers University – Newark

Bedeutung für uns als Papageienhalter:
Je mehr wir die Tiere einschränken, je mehr wir ihnen unsere Art miteinander umzugehen aufdrängen, je weniger natürliche Verhaltensweisen wir sie ausleben lassen, umso eher kommt es zu Stress und damit zu Problemen bzw. Verhaltensauffälligkeiten.

!!! Papageien brauchen Platz, Beschäftigungsmöglichkeiten und vor allem einen Partner !!!

Das Papageienleben besteht (sehr simpel dargestellt) aus:
1. dem Weg zu Futter und Nistplätzen
2. dem Suchen und Erarbeiten von Futter
3. der Kommunikation / Interaktion mit dem Schwarm und vor allem dem Partner
4. der Gefiederpflege

Kommt es zum Mangel in den Grundlegenden Dingen der Beschäftigung, führt dies meist zu Überkompensation in einem der anderen Bereiche.

Dies bedeutet, analog zur obigen Aufstellung:
1. Tiere werden überaktiv und zeigen, aufgrund der räumlichen Begrenzung, oft Stereotypien
2. der Nagetrieb steigert sich noch einmal deutlich gegenüber dem eh schon üblich hohen Maß oder Tiere verfetten aufgrund zu hoher Futteraufnahme (Fressen zur Beschäftigung)
3. übermäßige Lautäußerungen (Schreien) treten auf
4. dauerhafte extreme Gefiederpflege bis hin zu Federzerstörung, Rupfen und Automutilation

Also: Informieren Sie sich über das Verhalten Ihrer Vögel im Freiland, Fachliteratur dazu gibt es genug. Fördern Sie das natürliche Verhalten Ihrer gefiederten Lieblinge, sie werden es Ihnen mit besserer Gesundheit danken!

NATÜRLICH stehe ich Ihnen gerne beratend zur Seite!